Agro-Treuhand Rütti AG

Interview mit Gaby und Hanspeter Spycher, geführt im November 2005

Sie bewirtschaften Ihren Betrieb seit 1995. Was hat Sie dazu bewogen, für die Treuhanddienstleistungen die Agro-Treuhand Rütti AG als Partner zu wählen?

Hanspeter Spycher: Unser Betrieb liegt im Rüttigebiet und die Leute bei der Agro-Treuhand Rütti kannten wir bereits. Da war es nahe liegend, bei der Betriebsübernahme ihnen das Treuhandmandat zu übertragen,
zumal uns das Angebot überzeugt hat.
 

Sie führen seit der Betriebsübernahme eine Buchhaltung mit Betriebszweigauswertung. Wo sehen Sie die Vorteile dieses Systems?

Hanspeter Spycher: Ich will über die Ergebnisse der einzelnen Betriebszweige Bescheid wissen. Die Buchhaltung liefert mir wichtige Grundlagen für Entwicklungen in den einzelnen Produktionszweigen. In laufenden kleineren Optimierungen liegen Möglichkeiten für die Verbesserung des Ergebnisses. Man kann ja schliesslich nicht immer nur wachsen. Zudem erlaubt mir die Betriebsbuchhaltung auch ein Vergleich mit andern Betrieben.

Gaby Spycher: Die Aufzeichnungen für die Betriebsbuchhaltung erfordern im Vergleich zu einem Finanzabschluss zwar mehr Aufwand, dies ist es aber wert. Zudem habe ich Freude am Führen der Buchhaltung.
 

Sie führen Ihre Buchhaltung auf dem PC. Wie sieht die Arbeitsteilung mit dem Treuhänder aus?

Gaby Spycher: Seit der Betriebsübernahme führe ich die Buchhaltung auf dem PC. Ich erfasse die Buchungen selber, den Abschluss und die Optimierungen werden von unserem Treuhänder gemacht. Diese Arbeitsteilung ist optimal für uns.

 

Welche Rolle spielt die persönliche Betreuung durch den Treuhänder?

Hanspeter Spycher: Für uns ist es sehr wichtig, die Leute mit denen wir zusammenarbeiten, zu kennen. Denn so lässt sich auch Vertrauen aufbauen. Die langjährige Betreuung durch Hans Salvisberg ist sehr positiv, weil er unseren Betrieb kennt und uns so auf Dinge aufmerksam machen kann, die wir nicht beachten würden. Mir ist auch wichtig, dass ich mit jemandem zusammenarbeiten kann, der weiss, um was es bei der Landwirtschaft geht. Und das ist bei der Agro Treuhand Rütti der Fall.

Gaby Spycher: Der Treuhänder hat bei den Finanzen Einblick in einen privaten Bereich. Das Vertrauen zu ihm ist da sehr wichtig.

 

Auf den 1. Januar 2003 haben Sie die Liegenschaft übernommen und im 2004 in einen neuen Milchviehstall investiert. Bei beiden Vorhaben liessen Sie sich durch die Agro Treuhand beraten. Warum?

Hanspeter Spycher: Durch die langjährige Zusammenarbeit im Bereich Treuhand kennt die Agro-Treuhand Rütti unseren Betrieb und unsere Situation sehr gut und kann am besten abschätzen was z.B. bezüglich Finanzierung drin liegt. Zudem sind die Unterlagen alle bei der Agro-Treuhand Rütti vorhanden und mussten nicht an eine weitere Stelle gegeben werden.

 

Hat sich die Zusammenarbeit in diesem Bereich bewährt?

Gaby Spycher: Absolut, ja. Wir haben das Gefühl, dass wir mit unseren Anliegen ernst genommen werden und dass sich die Mitarbeiter Zeit nehmen, unsere Situation zu verstehen und aufzunehmen. Was wir auch schätzen ist, dass die Agro-Treuhand Rütti für einen breiten Bereich – betriebswirtschaftliche Beratung, Steuern und Versicherungen – über Spezialisten verfügt.

 

Sie haben mit dem Bau des neuen Milchviehstalles einen mutigen Schritt gewagt. Wie ist die Entscheidung für die Investition gereift und wie sehen Sie die weitere Entwicklung Ihres Betriebes?

Hanspeter Spycher: Wir waren schlecht eingerichtet, hatten alte Ställe, die mit der kontinuierlichen Ausdehnung der Milchproduktion zu klein wurden. Zudem mussten wir mit der Aufgabe der Käseproduktion und Umstellung auf die Hofabfuhr einen Milchraum einrichten. Wenn wir weiter Milch produzieren wollten, musste etwas gehen. Wir haben Alternativen wie Geflügelmast oder eine Ausdehnung der Schweinehaltung geprüft. Aber erstens denke ich, dass wir bei der Milch am ehesten international konkurrenzfähig sind und langfristig in diesem Bereich die besseren Perspektiven haben. Zum zweiten habe ich an der Milchviehhaltung Freude und sie liegt mir.
Gaby Spycher: Unser Ziel ist es, unser Einkommen auf dem Betrieb und nicht auswärts zu erwirtschaften und auch die Schweinehaltung – Zucht und Mast – als zweites Standbein weiterzuführen. Wir beabsichtigen, die Produktion etwas auszudehnen und vor allem arbeitsextensiver einzurichten. Mit den aktuell tiefen Preisen sind wir aber nicht bereit, viel zu investieren. Einfache Lösungen mit Eigenleistungen und Occasions-Einrichtungen stehen im Vordergrund.

 

Im Milchviehstall haben Sie ein Weelink-Fütterungssystem eingerichtet. Wie sind Sie damit zufrieden?

Hanspeter Spycher: Das System erlaubt bezgl. Arbeitsaufwand eine rationelle Fütterung. Im Sommer stelle ich ca. alle vier Tage, im Winter ca. jede Woche die Siloblöcke hin. Die Kühe bedienen sich dann selbst, mit dem verstellbaren Fressgitter ist sicher gestellt, dass sie das Futter erreichen. Bis jetzt bin ich zufrieden damit.
 

Gaby und Hanspeter Spycher, besten Dank für das interessante Gespräch.

Familie Spycher-Gygax aus Innerberg

Hanspeter und Gaby Spycher-Gygax bewirtschaften mit ihren drei Kindern Lukas (10½), Sibylle (7) und Alex (1½) seit 1995 den elterlichen Betrieb in Innerberg. Zuerst als Pächter, per 1. Januar 2003 haben sie die Liegenschaft zu Eigentum übernommen. Mit Milchproduktion, Schweinehaltung, Kartoffeln und Zuckerrüben ist die Produktion auf den 21 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche sehr vielseitig. Im letzten Jahr hat Familie Spycher in einen neuen Milchviehstall für 40 Plätze investiert und diesen im November 2004 bezogen.