Agro-Treuhand Rütti AG

Interview mit Rosmarie, Jakob und Markus Stähli, geführt im November 2003

Wo sehen Sie die Vorteile der langjährigen Betreuung durch die Agro-Treuhand Rütti AG?

Rosmarie Stähli: Samuel Balmer kennt uns und den Betrieb bestens und erfasst dadurch die Situation bei neuen Fragestellungen sehr schnell. Das gibt uns ein sehr gutes Gefühl.

Jakob Stähli: Da die Steuerplanung sehr komplex ist und es gilt, keine Termine zu verpassen oder diverse Grenzwerte einzuhalten ist es wichtig, diese Arbeiten einem ausgewiesenen Fachmann zu überlassen.
Für die Bilanzierung zu Beginn der Aufzeichnungspflicht am 1.1.1993 waren sämtliche wichtigen Daten vorhanden. Die gute und langjährige Zusammenarbeit hat sich bereits damals bestens bewährt.

 

Gibt es auch Nachteile?

Jakob Stähli: Durch die jahrelange und gute Beziehung vertrauen wir Samuel Balmer praktisch blind. Ein neues, vergleichbares Vertrauensverhältnis mit einer anderen Person aufzubauen, wird nicht einfach sein.

 

Warum haben Sie eine GG gegründet?

Jakob Stähli: Samuel Balmer hat uns auf die Möglichkeit einer GG hingewiesen. Die Vorteile haben uns überzeugt.

Rosmarie Stähli: Die Gründung der Generationengemeinschaft sehe ich als sinnvollen Zwischenschritt für die spätere Hofübergabe. Verschiedene Beispiele aus unserem Bekanntenkreis haben uns gezeigt, dass eine frühe und langsame Integration des Hofnachfolgers in den Betrieb sinnvoll ist.

 

Wie sehen Sie die Zukunft?

Markus Stähli: Dank der guten Zusammenarbeit mit meinem Vater kann ich die freie Zeit für den Nebenerwerb in einem Lohnunternehmen nutzen. Im stufenweisen Einstieg sehe ich einen grossen Vorteil. Von Jahr zu Jahr kann ich mehr Verantwortung übernehmen und mitbestimmen.

Rosmarie Stähli: Ein Einstieg in den Direktverkauf, Schlafen im Stroh usw. kommt für uns nicht in Frage. Unser Einkommen aus der Landwirtschaft möchten wir wie bisher aus dem Ackerbau und der Viehhaltung erzielen. Grössere Investitionen in den Betrieb sind aber von den Vorlieben unseres Sohnes abhängig.

 

Hatten Sie bereits Erfahrungsaustausch mit bestehenden Gemeinschaften?

Markus Stähli: Eigentlich hatten wir vor der Gründung keinen grossen Kontakt mit anderen Gemeinschaften. Nachdem wir unsere GG gegründet hatten, erkundigten sich aber Kollegen bei uns und diese möchten nun ebenfalls eine GG gründen.

 

Welche Aspekte gilt es aus Ihrer Erfahrung bei der Zusammenarbeit in der GG mit dem Partner (Sohn, Ehefrau) besonders zu berücksichtigen?

Rosmarie Stähli: Gegenseitiges Vertrauen, Toleranz und Gesprächsbereitschaft erleichtern das tägliche Zusammenarbeiten.

Jakob Stähli: Man muss sich vor der Gründung fragen, ob eine gute Zusammenarbeit und eine offene Kommunikation überhaupt möglich sind. Der GG-Partner muss vollumfänglich Einblick in die Buchhaltung, z.T. über das Betriebliche hinaus gewährt werden.

 

Was raten Sie einem Berufskollegen bezüglich Hofnachfolge, der in einer ähnlichen Situation ist wie Sie?

Jakob Stähli: Bezüglich der GG konnten wir noch nicht allzu viele Erfahrungen sammeln, grundsätzlich ermöglicht sie neben den bereits besprochenen Aspekten, die spätere Hofübergabe steuerlich und betriebswirtschaftlich zu optimieren.

 

Wünschen Sie weitere Dienstleistungen, welche die ATR (noch) nicht anbietet?

Jakob Stähli: PC-Hof wird in naher Zukunft zu einem Thema; bisher erledigen wir die Tiermeldungen an die TVD via Internet. Neue Dienstleistungen benötigen wir aber nicht.

 

Familie Stähli, wir danken Ihnen herzlich für das Gespräch.

Familie Stähli aus Zimlisberg bei Rapperswil

Familie Stähli bewirtschaftet in Zimlisberg einen gemischten Betrieb mit Milchviehhaltung und Ackerbau. Die landw. Nutzfläche beträgt gut 28 Hektaren, dazu gehören ebenfalls gut 6 Hektaren Wald. Per 1.1.2003 hat Jakob Stähli mit seinem Sohn Markus eine Generationengemeinschaft (GG) gegründet.