Interview mit Marlen und Martin Tanner, geführt im November 2006
Sie bewirtschaften den Betrieb seit 1999 als Pächter. Was hat Sie dazu bewogen für die Treuhanddienstleistung die Agro-Treuhand Rütti AG als Partner zu wählen?
Martin Tanner: Als ich im Jahr 1996 die Stelle des Betriebsleiters übernahm, führte bereits mein Vorgänger die Buchhaltung zusammen mit der Agro-Treuhand Rütti AG. Zudem unterstützte die Agro-Treuhand Rütti AG das damalige SBS/VDV - Programm, welches ich aus meiner früheren Tätigkeit im Kanton Thurgau bereits kannte.
Sie führen Ihre Buchhaltung auf dem eigenen PC mit dem Programm «Agro-Office». Warum haben Sie dieses System gewählt?
Martin Tanner: Die Bedienung des Programms ist zum Einen sehr einfach. Zum Anderen war das E-Bankingmodul von Agro-Office ein wichtiger Grund. Damit kann ich die Rechnungen beim Zahlen direkt im PC erfassen und kontieren. Das anschliessende Verbuchen geht nur noch per Knopfdruck. Damit spare ich Zeit im Büro und meine Buchhaltung ist immer nachgeführt.
Sie nutzen ebenso das Zusatzmodul Betriebsabrechnung von «Agro-Office». Welche Vorteile bieten Ihnen dieses?
Martin Tanner: Ich kann damit die Deckungsbeiträge der wichtigsten Betriebszweige berechnen. So sehe ich, wie es in den einzelnen Produktionszweigen gelaufen ist. Es gibt mir zudem eine bessere Grundlage bei Umstellungen oder kleineren Optimierungen.
Sie betreiben einen Hofladen und einen Milchautomaten. Welche Produkte bieten Sie in Ihrem Hofladen an und wie wichtig ist die Direktvermarktung für Sie?
Marlen Tanner: Wir bieten Brot, Eier und Eingemachtes an. Das Brot backen wir im eigenen Holzofen. Die Eier stammen von unseren Legehennen. Überhaupt kaufen wir keine Produkte zu, alle stammen aus dem eigenen Betrieb.
Martin Tanner: Früher konnten wir Produkte an die Klinik liefern. Seit wir Pächter sind, ist dies nicht mehr möglich. Das war der Anstoss für den Aufbau der Direktvermarktung. Für uns gewinnt diese zunehmend an Bedeutung.
Vor fünf Jahren haben Sie sich für den Einbau eines Melkroboters in den bestehenden Milchviehstall entschieden. Hat sich diese Investition bis heute bewährt?
Martin Tanner: Ja – eindeutig. Seither haben wir keine Personalprobleme mehr, Ferien- und Wochenendablösungen sind gelöst und wir fahren kostenmässig günstiger. Der Roboter gibt mir zudem mehr Freiheit im Tagesablauf – ich bin nicht mehr an feste Stallzeiten gebunden. Ich kann die anfallenden Arbeiten im Stall erledigen, gerade wenn ich Zeit habe. Dazu kommt, dass die Tiere im Stall ruhiger geworden sind seit dem Einbau des Roboters.
Marlen Tanner: Viel hat auch die Familie profitiert. Vorher waren die Wochenenden immer ausgefüllt mit den Stallarbeiten.
Wie sehen Sie die Zukunft Ihres Betriebes?
Martin Tanner: Durch die Stadtnähe verlieren wir zunehmend Kulturland das überbaut wird. Im Betrieb werden wir die Milchproduktion und die Direktvermarktung weiter ausbauen. Im Ackerbau wird es durch die sinkenden Produktepreise sicher nicht einfacher. Deshalb versuchen wir mit pfluglosem Anbau die Kosten weiter zu senken.
Marlen und Martin Tanner, besten Dank für das interessante Gespräch.
