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Interview Jeanette Münger

Wie sind Sie ins Transportgewerbe eingestiegen?
Schon früh war es ein Traum meines Mannes, mit einem Lastwagen in die weite Welt zu fahren. Darum stieg er als Lastwagenchauffeur bei einem Transportunternehmen ein und konnte so erste Erfahrungen im Transportgewerbe sammeln. Nach einiger Zeit suchte er jedoch eine neue Herausforderung – er wollte ein eigenes Transportgeschä führen. 1996 bot sich ihm die Möglichkeit, von der Wüthrich AG in Worben einen Lastwagen zu kaufen und als Vertragsfahrer zu agieren.

Wie hat sich Ihr Unternehmen seit der Gründung entwickelt und wo steht es heute?
Am 1. August 1997 gründeten wir die Einzelfirma Beat Münger, welche für die Wüthrich AG auf eigene Rechnung internationale Transporte  ausführte.  Im  Jahr 2000 wechselte  mein  Mann  als selbständiger Vertragsfahrer zur Murpf Fruchtlogistik AG in Ins und führte Gemüsetransporte im In- und Ausland aus. Die Firma Murpf ermöglichte es uns, ab 2002 einen zweiten Lastwagen einzusetzen. Nun wurde es nötig, neben Teilzeitmitarbeitern auch
Chauffeure  in Vollzeitanstellung  zu  beschäigen. Zudem folgte im Mai 2003 mit der Weibel AG in Bern eine weitere Auraggeberin und ein dritter Lastwagen wurde beschafft. 
2004 haben wir uns entschieden, die Einzelfirma in eine AG umzuwandeln. Am 30. März 2004 liessen wir die «Beat Münger Internationale Transporte AG» im Handelsregister eintragen. Die kommenden Jahre waren weiter von Wachstum geprägt. Wir erhielten laufend neue Auräge und mussten entsprechend unsere Flotte vergrössern. 2014 zogen wir mit Garage und Büro in ein Mietobjekt in Suberg.
Heute beschäigen wir 43 Mitarbeiter, haben eine Fahrzeugflotte von 26 Lastwagen und fahren Touren in der ganzen Schweiz sowie im EU-Raum.  International sind wir unter anderem in Deutschland, Frankreich, Italien, England und Dänemark anzutreffen. Unser Dienstleistungsangebot umfasst Kühltransporte für Gemüse und Früchte, Planentransporte für Stückgut sowie Fahrten mit Gefahrengut. Zudem führen wir auch Tankwagen- und Containertransporte durch.

Wie organisieren Sie Ihr Unternehmen?
Um die ganze Logistik bewältigen zu können, haben wir zwei Büro fachangestellte. Ausserdem sorgt ein Disponent dafür, dass die Touren optimal geplant und die Mitarbeiter ausgelastet sind.

Wie ist die Aufgabenteilung zwischen Ihnen und Ihrem Ehemann geregelt?
Ich bin für sämtliche administrativen Arbeiten zuständig und mein Mann hat die Oberaufsicht über das Unternehmen. Er fährt selber noch Touren, pflegt die Beziehungen zu unseren Geschäspartnern, akquiriert neue Auräge und schaut, dass der Betrieb rund läuft.

Wie sind Sie als Transportunternehmen auf die Agro-Treuhand Rütti AG aufmerksam geworden?
Nach erheblichen Problemen mit anderen Buchhaltern lernten wir in Zusammenhang mit der Übernahme des elterlichen Landwirtschasbetriebs die Agro-Treuhand Rütti AG kennen. Diese hat uns durch gute Beratung und Fachkompetenz überzeugt. Deshalb haben wir uns entschlossen, die Buchhaltung des Transportbetriebs ebenfalls an die Agro-Treuhand Rütti AG zu übergeben, was wir bis heute nicht bereuen.

In welchen Bereichen werden Sie von der Agro-Treuhand Rütti AG unterstützt?
Die Agro-Treuhand Rütti AG bietet uns einen Rundum-Service! Vom Verbuchen bis zum Erstellen der Jahresrechnung wird alles erledigt. Weiter rechnet sie für uns die Mehrwertsteuer ab und füllt unsere Steuererklärungen aus. Die Personaladministration erledigen wir selbständig. Dazu gehört auch das Abrechnen der Quellensteuer bei  ausländischen Angestellten. Für komplexere Fragen im Personalbereich und însbesondere bei der Quellensteuer holen wir aber Unterstützung.

Mit welchen Schwierigkeiten kämpfen Sie im Transportgewerbe?
Es ist eine grosse Herausforderung, die Lastwagen täglich mit genügend Arbeit auszulasten und Leerfahrten bestmöglichst zu vermeiden. Bei der Arbeitsplanung kommt zusätzlich erschwerend hinzu, dass sich das Transportgewerbe an die gesetzlichen Vorgaben wie beispielsweise die Arbeits- und  Ruhezeit halten  muss. Weiter gestaltet es sich schwierig, qualifizierte und zuverlässige Chauffeure zu finden.

Wie finden Sie qualifiziertes Personal?
Das ist nicht leicht. Es gibt immer weniger qualifiziertes Personal, das auch gewillt ist, anspruchsvolle Touren zu fahren, auswärts zu übernachten und an Wochenenden zu arbeiten. Einen Grossteil unserer Chauffeure rekrutieren wir über Mund-zu-Mund-Pro-paganda im In- und Ausland. Im allgemeinen ist dies die beste Lösung.

Was müssen Sie bei der Anstellung von ausländischen Arbeitnehmern alles beachten?
Grundsätzlich können wir nur auf Arbeitskräfte aus dem EU-Raum zurückgreifen. Für uns ist zudem wichtig, dass die ausländischen Arbeitnehmer über Deutschkenntnisse verfügen, was die Suche natürlich etwas einschränkt. Wenn wir eine geeignete Person gefunden haben, beantragen wir beim Kanton  eine Arbeitsbewilligung. Sobald diese erteilt ist, müssen wir für den ausländischen Arbeitnehmer  bei  der AHV  eine  Sozialversicherungsnummer beantragen und unter Umständen noch eine Krankenversicherung abschliessen. Bei der Lohnabrechnung sind wir dann verpflichtet, neben den üblichen Sozialabzügen zusätzlich die Krankenkassenprämie und die Quellensteuer abzuziehen.

Ist das Abrechnen der Quellensteuer anspruchsvoll?
Die Quellensteuer abzurechnen ist mit einem geeigneten Lohnprogramm (Pinus von der Agro-Treuhand Rütti AG) keine Hexerei, da der Abzug vom System automatisch berechnet wird. Bei Schwierigkeiten können wir uns direkt an die Abteilung Quellensteuer der kantonalen Steuerverwaltung wenden. Dort haben wir einen kompetenten Ansprechpartner.

Welche Ziele haben Sie für Ihr Unternehmen?
Wir wollen den Umsatz auf dem erreichten Level festigen und stabil halten. Der Druck im Transportgewerbe ist gross und wir spüren den Preis- und Verdrängungskampf mit ausländischen Transporteuren. Deshalb ist unser Ziel, dass es uns in zehn Jahren in dieser Form noch gibt.

Weitere Infos unter www.bmuenger.ch

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