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Interview mit Familie Röthlisberger

Sie bewirtschaften einen sehr vielseitigen Betrieb. Können Sie uns etwas über die verschiedenen Betriebszweige erzählen?
Unsere Pflanzung ist insgesamt ca. eine Hektare gross, inkl. drei Gewächshäuser. Weiter gehören ein Blumengarten für Schnittblumen und ein Plastiktunnel für die Anzucht von Jungpflanzen dazu. Für den Märitverkauf wollen wir möglichst viele hofeigene Produkte liefern (ca. 100 Artikel). Um ein komplettes Sortiment anzubieten, kaufen wir die restlichen Artikel bei einem Gemüsehändler. Wir haben zurzeit zwei Mitbewohner, die von uns betreut werden. Einer davon hilft nach seinen Fähigkeiten auf dem Betrieb mit, der andere ist pensioniert und arbeitet nicht mehr.

Wie lange führen Sie den Betrieb bereits und wie wurden Sie auf die Betriebsübernahme vorbereitet?
Den Betrieb haben wir per 1. Januar 2008 von Mattias’ Eltern übernommen. Schon früh haben wir uns darauf vorbereitet. In den Jahren 2004 bis 2008 haben wir den Betrieb in einer Generationengemeinschaft geführt. Das ganze Thema wurde bereits vorher in der Familie und auch mit der ATR AG besprochen und langsam immer konkreter diskutiert. Wir haben auch Kurse der ATR AG besucht und die individuelle Beratung in Anspruch genommen.

Wie sieht die Arbeitsteilung aus und wer trägt die Verantwortung für die verschiedenen Bereiche?
Mattias ist zuständig für die Gemüse­produktion, den Acker- und Futterbau, die Tierhaltung, den Maschinenunterhalt, die Suisse Garantie Aufzeichnungen und die Arbeitseinteilung. Ich mache den Haushalt, die Buchhaltung, Organisatorisches (Offerten, Werbung, Homepage, Märiteinsätze etc.), die Garten­arbeit, den Balkonpflanzenverkauf und die Aussaat. Peter ist verantwortlich für die Vorbereitung der Märiteinsätze, die Pflege der Obstanlage und die Kutschenfahrten. Annelies ist zuständig für die Schnittblumen und hilft beim Märit mit. Gerne betreut sie auch ihre Enkelkinder (sechs davon wohnen auf dem Hof) zur Entlastung der Eltern. Jeder hat seine Aufgaben und vieles wird gemeinsam erledigt, immer in Absprache miteinander.

Sie führen Ihre Buchhaltung mit dem PC und haben sich für die Software von AgroOffice entschieden. Welchen Nutzen bietet Ihnen diese Lösung?
Das Programm von AgroOffice begeistert mich. Die Buchhaltung kann sehr effizient geführt werden: einfache und klare ­Bedienung, Verknüpfung mit der Faktura, E-Banking etc. Da es mandantenfähig ist, kann ich das Programm auch für die Buchhaltung des Reitvereins benutzen, das ist sehr praktisch. Bei Problemen und Fragen wird man jederzeit sehr freundlich und kompetent beraten. Eine grosse Hilfe!

Trotz Ihres intensiven Betriebs weisen Sie sehr tiefe Maschinenkosten aus. Woran liegt das?
Mattias ist sehr begabt im Maschinen reparieren und entwerfen. Er macht deshalb alle anfallenden Arbeiten (Service, Reparaturen etc.) selbst und baut auch neue Konstruktionen. Er hat z.B. durch den Umbau eines kleinen Fendt-Geräteträgers (Baujahr 1964) ein sehr praktisches und vielseitig einsetzbares Hilfsmittel geschaffen. Alles ist kombinierbar: Düngen, zwei- oder vierreihig jäten (hydraulisch verstellbar), spritzen, Schneckenkörner streuen, Wege säubern oder lockern. Die Spritze ist direkt auf den Traktor gebaut (Spritztank 25 Liter, Wassertank 600 Liter). Die Brühe wird erst auf dem Feld angerührt, was viel Zeit und Weg spart (bei über 200 Parzellen). Auch alle Folien, Vliese und Zäune können mit dem Fendt aufgerollt werden. Letztes Jahr wurde die Werkstatt vergrössert, so dass das Arbeiten jetzt noch praktischer ist.

Welche Visionen und Ziele haben Sie für Ihren Betrieb? Was möchten Sie noch erreichen?
Im Moment haben wir vor, den Betrieb im gewohnten Rahmen weiterzuführen; die eine oder andere ?nderung ergibt sich von selbst. Wir sind zufrieden wie es läuft, auch wenn es im Sommer sehr arbeitsintensiv ist!

Evelyne Röthlisberger, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Unter www.roethlisbergerhof.ch finden Sie weitere Informationen.

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