Kunden Login

Interview mit Walter und Annemarie Stettler

Seit wann sind Sie Kunde der Agro-Treuhand Rütti AG (ATR AG) und welche Dienstleistungen haben Sie in dieser Zeit beansprucht?
Annemarie und Walter Stettler: Seit 1989, nach der Betriebsübernahme in Pacht, macht die ATR AG für uns die Buchhaltung und füllt die Steuererklärung aus. Einige Jahre führten wir die Buchhaltung im Rapportsystem, seit 2003 arbeiten wir mit der Software von Agro-Office. Im 2004 stand uns die ATR AG bei der Planung der Investitionen in Lager- / Rüstraum und Wohnraum beratend zur Seite.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit der Buchhaltungssoftware von Agro-Office?
Annemarie und Walter Stettler: Die Software hat unsere Buchhaltungsarbeit vereinfacht und seit wir zusätzlich das e-Banking-Modul nutzen, ist das Erfassen der Buchungen viel schneller erledigt. Gerade dieses Modul bringt nach einer ersten Einarbeitungszeit, bis die meisten Daten der Rechnungssteller erfasst sind, eine wesentliche Zeitersparnis. Weiter schätzen wir den Zugriff auf die erfassten Buchungen und Vorgänge, um etwas zu suchen oder nachzuschlagen.

Der Bereich Obstbau hat sich auf Ihrem Betrieb stetig entwickelt. Wann haben Sie realisiert, dass für eine zukunftsgerichtete Weiterführung Investitionen nötig sind und wie sind Sie danach vorgegangen?
Annemarie und Walter Stettler: Im Jahr 2000 konnten wir eine Obstanlage in Pacht übernehmen. Die grössere Erntemenge an Obst ermöglichte uns, die Wochenmärkte ganzjährig zu besuchen. Beinahe gleichzeitig konnten wir, leider etwas von unserem Betrieb entfernt, auch einen Kühlraum mieten. Die Distanz zum Kühlraum und die damit verbundenen Transporte haben uns aber viel Arbeit verursacht. Dieser hohe Arbeitsaufwand, aber auch der mögliche Verlust der Kühlräume durch einen Umbau, hat uns schon bald beschäftigt. Da die Hocheinfahrt am Bauernhaus auch sanierungsbedürftig war und viel unpraktisch nutzbaren Raum enthielt, drängte sich eine Lösung für beide Fragen auf. Wir entschlossen uns, die Einfahrt abzubrechen und sie durch einen zweistöckigen Anbau mit Kühlzellen, Rüstraum und Einstellraum für Maschinen zu ersetzen. Der Neubau eines Stöcklis zur Lösung des Wohnraumproblems war auch Teil der Planung.

Wie konnten Sie bei der Planung der Bauprojekte von der Unterstützung der ATR AG profitieren?
Annemarie und Walter Stettler: Die ATR AG erstellte für uns den Betriebsvoranschlag, das Gesuch für den Investitionskredit und berechnete auch die Finanzierung. Das Gesuch ist ohne Probleme bewilligt worden und es hat alles geklappt. Im Jahr 2005 haben wir den Bau der neuen Wirtschaftsräume realisiert und letztes Jahr mit viel Eigenleistungen nun den Wohnungsbau.

Das Kühllager für Obst und auch der Wohnraum für die Angestellten sind seit diesem Jahr erstellt. Haben sich, vor allem beim Kühllager, ihre Erwartungen erfüllt? 
Annemarie und Walter Stettler: Da die Kühlräume Langzeitlager (CA-Lager) sind, können wir die Ergänzung unseres Obstsortimentes (Sorten und Menge) bereits im Herbst bei den Produzenten direkt beschaffen. Dadurch sind wir unabhängig und können so besser auf die Kundenbedürfnisse eingehen.

Welche Entwicklung sehen Sie für Ihren Betrieb für die nächsten Jahre, speziell auch in der Direktvermarktung?
Annemarie und Walter Stettler: Der Erfolg auf den Wochen-Märkten hat sich in den letzten Jahren stetig entwickelt und wir hoffen, dass es so bleibt. Aufgrund der Arbeitsbelastung ist mit dem bestehenden Bestand an Arbeitskräften eine grosse Ausdehnung im Moment nicht möglich. Wir versuchen aber, dass Sortiment noch besser den Kundenbedürfnissen anzupassen. So werden wir in den nächsten Jahren eine Anlage für Tafelkirschen erstellen.

Neben dem Obstbereich haben Sie auch noch den Betriebszweig Milchproduktion. Wie sehen Sie für diesen Bereich die Zukunft auf Ihrem Betrieb?
Annemarie und Walter Stettler: Da wir zurzeit keine Investitionen in die Milchviehhaltung tätigen müssen und die zum Teil sehr steilen Weiden nicht ackerbaulich nutzen können, behalten wir diesen Betriebszweig in den nächsten Jahren bei.

Sie sind auf die Hilfe von betriebsfremden Mitarbeitern angewiesen. Haben Sie keine Probleme, geeignete Leute zu finden? Wie hat sich das in den letzten Jahren entwickelt?
Annemarie und Walter Stettler: Angefangen haben wir mit einem Saisonnier. Seit wir das ganze Jahr auf den Markt fahren, haben wir einen fest angestellten Polen und sind sehr zufrieden mit ihm. Wir haben das Glück, dass er jetzt schon einige Jahre bei uns ist. Bei einem Wechsel später wäre ein Angestellter mit Erfahrung im Obstbau ideal. Ob dieser auf dem Stellenmarkt zu finden wäre, wissen wir aber im Moment nicht.

Ist ein Betriebsnachfolger aus der Familie in Sicht?
Annemarie und Walter Stettler: Unser Sohn Simon ist in der Landwirtschaftlichen Ausbildung auf der Rütti. Danach möchte er die Lehre als Obstbauer absolvieren. Gegenwärtig dürfen wir also mit einem Nachfolger rechnen.

Herr und Frau Stettler, wir danken Ihnen für das Gespräch!

Aktuell - News&Tipps Ausgabe 2/2017

Zur PDF-Ausgabe

Aktuell - Kursangebot

Kursübersicht

Fernwartung / Support

ISL_light_Client für ATR-Kunden