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Familie Sahli

Ursula und Fritz Sahli, mit ihren Kindern Julia und Bänz, bewirtschaften in Uettligen den Biohof Schüpfenried. Der Betrieb ist sehr vielseitig und hat mehrere Standbeine. Bei einem Brand im Jahr 2010 wurde der Hof zerstört und danach völlig neu aufgebaut.

Im Jahr 1998 haben Sie den elterlichen landwirt- schaftlichen Betrieb übernommen. Wie war der Einstieg in die selbständige Erwerbstätigkeit?
Der Hof war vor meinem Einstieg ein paar Jahre lang verpachtet, da ich nicht zu jung übernehmen wollte. Nach der Übernahme habe ich sehr rasch auf Bio-Landbau umgestellt, die Milchproduktion aufgegeben und im neuen Laufstall eine Mutterkuhherde aufgebaut. Ich konnte den Betrieb innert kurzer Zeit verändern und in eine neue Richtung führen. Mein Ziel war von Anfang an die direkte Vermarktung der Produkte.

Ihr Betrieb ist sehr vielseitig ausgerichtet. Wie meistern Sie diese Aufgaben? Wie sieht die Organisation und Arbeitsteilung aus?
Wir arbeiten schon seit Jahren mit Partnern zusammen, die bei uns verschiedene Bereiche betreuen. Der Hof ist das Zentrum aller Aktivitäten. Gastronomie und Catering betreuen Christine und Ruedi Wüthrich. Roland Münger und sein Team von der Wohn- und Arbeitsgemeinschaft (WAG) arbeiten mit Jugendlichen, die Lernschwierigkeiten haben, auf dem Betrieb. Der Hofladen und die Bäckerei werden vom Ängelibeck-Team geführt.

Ich bin vor allem für die Landwirtschaft und die direkte Vermarktung unserer Produkte zuständig. Daneben unterstütze ich bei Bedarf unsere Partner, zusammen mit meiner Frau. Diese enge Zusammenarbeit erfordert eine offene Kommunikation und auch Toleranz. Aber sie gibt uns viel Freiheit, da immer jemand da ist, der uns vertreten kann.

Sie arbeiten schon länger mit der Wohn-und Arbeitsgemeinschaft Schüpfenried (WAG) zusammen. Die jungen Menschen mit Lern-schwierigkeiten, die in der WAG betreut werden, lernen und arbeiten in Ihrem Betrieb. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?
Der Leiter der WAG, Roland Münger, arbeitete vor zehn Jahren Teilzeit auf unserem Hof. Er hatte die Idee, eine Institution zu gründen, in der Jugendliche mit Lernschwierigkeiten unterstützt werden und gleichzeitig ihren Platz in der Gesellschaft finden. Aus dieser Idee ist die WAG entstanden.

Roland Münger kannte unseren Betrieb und fand ihn als Ausbildungsort ideal. Wir waren offen für diese Zusammenarbeit und starteten das Projekt. Die WAG ist Mieter des Wohnstocks direkt neben dem Hof. Die Jugendlichen und ihre Betreuer arbeiten bei den täglichen Aufgaben im Betrieb mit. Über die Jahre haben wir uns entsprechend eingerichtet und angepasst, insbesondere der Arbeitssicherheit musste vermehrt Beachtung geschenkt werden.

Im Juli 2010 ist Ihr Betrieb einem Brand zum Opfer gefallen uns sie haben alles verloren. Was bedeutete dieser Schicksalsschlag für Sie und Ihre Familie?
Der Schock am Anfang war sehr gross. Man steht vor dem Nichts. Wir haben dieses Ereignis aber bald auch als Chance für eine Neuausrichtung wahrgenommen. Wir wurden gezwungen, uns und unseren Betrieb zu hinterfragen. Was wollen wir? Wohin gehen wir? 


Diese Zeit war sehr intensiv. Alles musste neu organisiert werden und die gewohnten Strukturen fehlten. Dank der Unterstützung durch unsere Partner konnten wir recht schnell einen geregelten Betrieb einrichten. Nach drei kräftezehrenden Jahren sind wir nun froh, dass der Neubau beinahe fertig ist.

Aktuell - News&Tipps Ausgabe 2/2017

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